Neue Gefahr aus der Luft für Mensch und Tier

Im Zuge der Klimaerwärmung haben wir uns in Deutschland bereits an einige Naturphänomene gewöhnen müssen, die nicht unriskant sind. Seien es die gewaltigen Herbststürme, die bereits seit einigen Jahren immer stärker in unserem Lande wüten oder auch die Überschwemmungen, die immer häufiger an Flüssen gelegene Ortschaften heimsuchen.



Neben diesen für jedermann spürbaren Erscheinungen haben sich auch in der heimischen Tierwelt nach und nach immer mehr Veränderungen ergeben. Einige Vogel- und Säugetierarten, die vorab nur in wärmeren Gefilden wie beispielsweise der Mittelmeergegend in Europa anzutreffen waren, begegnen einem immer häufiger nun auch in Deutschland.

Auch vor der Insektenwelt hat der Klimawandel nicht halt gemacht, was nun auch verstärkt zu bislang nicht erahnbaren Risiken für Mensch und Tier führen kann. Nicht nur, dass die Zahl der Zecken und deren Verbreitung in Deutschland in den letzten Jahren ebenso wie die Zahl der durch sie übertragenen Borreliosefälle zugenommen hat. Nun schickt sich auch noch ein weiteres Insekt an, das zuvor in eher tropischen Gefilden und dem Mittelmeerraum verbreitet war, in Deutschland und den angrenzenden Staaten bis hin zum Ärmelkanal aufgrund der immer günstiger werdenden klimatischen Bedingungen heimisch zu werden.

Die Rede ist von der Sandmücke, lateinisch Phlebotomus perfiliewi. Sie ist Überträger der zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts von dem schottischen Pathologen und Tropenforscher William Leishman entdeckten und später nach ihm benannten Krankheit Leishmaniose, einer bisher ausschließlich als Tropenkrankheit gehandelten Infektionskrankheit, die unbehandelt in ihrer schwersten Verlaufsform sowohl beim Tier als auch beim Menschen zum Tode führen kann.

Sandmücke